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Das sind die zehn günstigsten Modelle Deutschlands – Überblick



Natürlich hat er in diesem Zuge einen größeren Motor und mehr Ausstattung bekommen. Auf ein zehnfarbiges Ambientelicht oder einen beleuchteten Make-up-Spiegel könnten aber viele Autofahrer verzichten – anders als auf bezahlbare Mobilität. Den Autobauern wiederum beschert diese Taktik geradezu märchenhafte Gewinne.

Auf diese Weise wendeten sie ganz einfach das Blatt, wie Ferdinand Dudenhöffer bestätigt: „Die aktuellen Lieferkettenprobleme sind fast ein Glücksfall für die Autoindustrie“, sagt der Autoexperte vom Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg.

VW: deutlich weniger Autos, deutlich mehr Gewinn

Volkswagen etwa meldete gerade einen Gewinn von 6,7 Milliarden Euro – allein für die ersten drei Monate des Jahres. Im Jahresvergleich ist das beinahe eine Verdopplung (1. Quartal 2021: 3,4 Milliarden Euro). Und das, obwohl ein Fünftel weniger Autos ausgeliefert wurden.

Die so häufig zitierte Krise der Autohersteller: Sie scheint eher eine Krise der Autokäufer zu sein.

Denn VW ist mit seiner Taktik natürlich nicht allein. Egal, in welchem Showroom man sich umsieht: Das Angebot an bezahlbaren Einstiegsmodellen wird immer knapper. Nicht einmal 40 Baureihen gibt es in Deutschland mit einem Basispreis unter 20.000 Euro – bei mehr als 370 Baureihen auf dem deutschen Markt.

Künftig dürften es deutlich weniger werden. Denn die strengen CO2-Normen der EU machen Umrüstungen nötig oder fegen Kleinwagen mit Verbrennungsmotor aus dem Modellprogramm. Peugeot 108, Skoda Citigo oder Opel Adam – beliebte Modelle also – hat es schon erwischt. Die Auswahl unter den Kleinstwagen ist übersichtlich.

Wenn wir keine Kleinwagen bauen, tun es eben andere

Und genau so dürfte es bei den Kleinwagen (Polo-Größe) weitergehen: Audi etwa hat bereits angekündigt, die Modelle A2 und Q1 aus dem Programm zu streichen. Günstigster Audi wird dann der A3 zum Preis von derzeit mindestens 28.650 Euro. Auch Massenhersteller wie Ford wollen künftig auf teurere Modelle wie Mustang und Mustang Mach-E setzen, die deutlich mehr Gewinn bringen als Fiesta und Focus.

Indem hiesige Hersteller dem Kunden kleine Autos entziehen, wollen sie ihn also zum Kauf der großen Modelle zwingen. Diese äußerst schlichte Strategie – mancher spricht eher von nackter Gier – könnte sich allerdings bitter rächen.

China beispielsweise erlebt gerade einen gewaltigen Boom der Kleinstwagen. Und selbstverständlich wird die Nachfrage von den dortigen Herstellern bedient. Einige von ihnen setzen derzeit an zum Sprung nach Europa, andere sind längst angekommen. Sie dürften das Streichkonzert unserer Autoindustrie mit Genuss verfolgen.



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