Elektroauto

Was kann das E-Auto als Sportler?


So fährt er

Egal, in welchem Fahrmodus man fährt: Leistung ist immer, ansatzlos und überreichlich vorhanden. Auf den ersten Kilometern im EQE 53 ist das brutale Vorpreschen des 2,6-Tonners beinahe angsteinflößend. Trotz des gewaltigen Drehmoments bleibt der EQE aber gut beherrschbar. Die Wucht der Beschleunigung zeigte sich immer mal wieder an der von Trägheit ergriffenen und deshalb wie von Geisterhand umklappenden Fußmatte der Beifahrerseite. An den 3,3 Sekunden für den Standardsprint hegt man keine Zweifel. Die Maximalmarke von 240 km/h ist ebenfalls schnell geknackt.

Und der Sound? Geht lautlos vonstatten. Es sei denn, man will es anders: Zur Wahl stehen die beiden Klangwelten Advance und Performance, bei denen man über den linken Display-Schalter am Lenkrad zwischen den Programmen, „Balanced“, „Sport“ und „Powerful“ wählen kann. Obwohl der Klang ausschließlich aus Lautsprechern kommt, wird eine akustische Antriebsrückmeldung generiert, die der eines Verbrenners recht ähnlich ist. Beschleunigt man, schwillt der vermeintliche Motorsound an. Die Klangwelt „Performance“ erinnert vielmehr an das futuristische Sounddesign von Fahrzeugen aus den späten Star-Wars-Filmen.

Rasant: Der vollvariable Allradantrieb setzt den Gasbefehl vehement um.
Rasant: Der vollvariable Allradantrieb setzt den Gasbefehl vehement um. (Quelle: Mercedes-AMG)

Fahrwerk, Allradantrieb, Lenkung und Bremsen wurden von AMG für flotte Kurventänzchen optimiert. Als rassiger Sportwagen kann er angesichts seiner Masse und der leicht erhöhten Sitzposition zwar nicht vollends überzeugen. Doch ein Luxus-Cruiser, der wie vom Hafer gestochen lostürmt, hat eben auch seinen Reiz. Wer ruhig und gelassen dahingleitet, könnte auch ansatzweise in die WLTP-Verbrauchsregionen von knapp über 20 kWh pro 100 Kilometer und damit in Reichweiten-Fenster von rund 500 Kilometer vordringen. Praktisch waren es auf unserer Testfahrt 30,2 kWh, was den Bewegungsradius auf rund 300 Kilometer beschränkt. Performance hat ihren Preis.

Das kostet er

Während das Serienmodell EQE 350 ab 70.627 Euro verkauft wird, beginnt die Limousine in der AMG-Welt laut Hersteller bei 103.828 Euro für den 43er und bei 109.778 Euro für den 53er.



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