Berlin

Wer hat hier Smarties ausgekotzt?



Das neue Muster der Sitzbezüge ist das alte, bloß in Gelb. Damit das keiner merkt, hat sich die BVG einen PR-Trick ausgedacht – allerdings einen leicht durchschaubaren.

Kennen Sie das „Berliner Burberry?“ So hat mal jemand das Muster der Sitze in Bussen und S-Bahnen der BVG genannt. Burberry ist ein Euphemismus. Statt des großen Karos des britischen Herrenausstatters dominierten Berliner Wimmelwürmer den Look der Sitze.

„Urban Jungle“ nannte die BVG das Muster – ästhetisch war es das nackte Grauen. Trotzdem liebten es die Berliner. Und zwar so sehr, dass sie Handyhüllen, Leggings und Turnbeutel im selben Look kauften. Was man im Rest der Republik hässlich findet, findet der Berliner schön. So will es das Gesetz. Zweckmäßigkeit geht vor Schönheit.

Und ihren Zweck erfüllten die Würmer ja, das musste man ihnen lassen. Die wild gemusterten Bezüge hielten die Fahrgäste davon ab, die Sitze mit Eddings zu beschmieren oder mit Messern zu zerlöchern.

BVG: Vielfalt als PR-Trick

Jetzt präsentierte die BVG ein neues Muster. „Wer hat denn da seine Smarties ausgekotzt?“, ist der erste Gedanke, wenn man es sieht. Die Enttäuschung ist maßlos, sie lässt sich kaum in Worte fassen. Das neue Muster ist im Grunde genommen dasselbe wie das alte, bloß in Gelb, Türkis und Rot. Oder etwa nicht?



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